Im Ausbaugewerbe in Baden-Württemberg erwirtschaftet ein Betrieb im Schnitt
rund 12.500 bis 16.500 € Umsatz im
Monat – pro Kopf. In der Region Freiburg bleiben Stellen in Bau- und
Ausbauberufen im Mittel rund vier Monate offen. Über diese Zeit sind das
50.000 € Umsatz und mehr, die fehlen
können, bevor überhaupt jemand eingestellt ist.
Berechnet aus Jahresumsatz je tätiger Person im baden-württembergischen
Ausbaugewerbe (Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, 2023) und der
mittleren Vakanzzeit für Bau- und Ausbauberufe in der Arbeitsmarktregion
Freiburg (Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarktmonitor, 2025).
Was davon bei Ihnen als Deckungsbeitrag fehlt, wissen Sie besser als jede
Statistik. Rechnen Sie es ruhig einmal nach: liegen gebliebene Stunden mal
Ihr Verrechnungssatz.
Und dann gibt es die Rechnung, die in keiner Bilanz steht:
- Wer macht die Arbeit, solange die Stelle offen ist – und wie lange geht das noch gut?
- Wer von Ihren Leuten geht in den nächsten fünf Jahren in Rente – und wer kommt dann nach?
Dabei sind viele Betriebe hier gute Arbeitgeber: kurze Wege zur Baustelle,
ein Chef, der selbst mit anpackt, Kollegen, die sich seit Jahren kennen.
Nur steht davon auf der Karriereseite meistens nichts. Wer sie aufruft,
liest, was in jeder Anzeige steht – und sucht weiter.
Dazu kommt etwas Neues: Die Industrie im Land baut Stellen ab, und manche,
die dort gehen, schauen sich im Handwerk um. Ob so jemand bei Ihnen anruft,
hängt auch davon ab, ob er auf Ihrer Seite versteht, was ihn erwartet.